Verlagsnummer 190001

Das Grauen - Seltsame Geschichten

von Hanns Heinz Ewers

(UNTOTE KLASSIKER, Band 1)

 

Dr. Hanns Heinz Ewers (1871 - 1943) war der erste deutsche Popstar der unheimlichen Literatur.

 

Für Furore sorgte Ewers nicht nur als kreatives Multitalent - er begann seine Karriere als Dichter, Kinderbuchautor, Übersetzer und Satiriker, war Mitbegründer des ersten Berliner Kabaretts "Ueberbrettl", Stummfilmpionier der ersten Stunde und schrieb publicityträchtige Bestseller wie "Alraune" -, sondern vor allem auch durch sein exzessives und skandalträchtiges Privatleben als Celebrity seiner Zeit. So wurde er unter anderem wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften verurteilt, konsumierte Rauschmittel aller Art  und hatte zahlreiche Affären.

 

Ewers stand in Kontakt mit vielen prominenten Zeitgenossen - von Künstlerkollegen wie Gustav Klimt oder Max Reinhardt bis hin zu einflussreichen gesellschaftlichen und politischen Kreisen. Aufgrund seiner opportunistischen Anbiederung an das Nazi-Regime wurde er angeblich von Adolf Hitler selbst per Handschlag in die NSDAP aufgenommen und mit der Ausarbeitung des Propagandaromans "Horst Wessel" beauftragt. Dennoch fiel Ewers auch unter den Nationalsozialisten schnell wieder in Ungnade, seine Bücher wurden als entartet verbrannt, er selbst mit Schreibverbot belegt. Ewers starb schließlich vereinsamt und vergessen 1943 in Berlin.

 

 

Hanns Heinz Ewers interessierte sich zeitlebens besonders für phantastische, makabre, abseitige und unheimliche Themen in der Tradition von E.A. Poe oder den "Contes Cruels" von Villiers de l'Isle-Adam. Für seine Bücher wurde er von seinen Lesern geliebt und von der Kritik gerne zu Unrecht als Autor von reiner Trivialliteratur abgestempelt. Mit DAS GRAUEN, einer Sammlung von elf "seltsamen Geschichten" voller Gewalt, versteckter sexueller Perversion und psychopathologischen Figuren, gelang ihm 1907  der große Durchbruch als Schriftsteller.

 


 

 

 Verlagsnummer 160001

2 Schweine in Australien

von Joe S. Nuts & Jo Piccol

 

Was passiert, wenn sich zwei testosterongesteuerte und trinkfreudige Provinz-Intellektuelle mit allerlei skurrilen Allüren und Eigenheiten from Austria auf den Weg nach Australia machen, um drei Wochen lang auf einem Roadtrip entlang der Ostküste von Sidney nach Cairns den Urlaub ihres Lebens zu verbringen?

 


Ausgestattet mit einer Schweinemaske aus Gummi, zwei als Zipflbobs bezeichneten Wintersportgeräten (!) und einer vollen Ladung hochkarätigen Rotweins im Frachtraum ihres klapprigen Campers, stolpern der snobistische Burgenländer und der erdige Steirer auf der Suche nach spannenden Erlebnissen, Spaß und amourösen Abenteuern von einer wahnwitzigen und grotesken Situation in die nächste.
Ob als unfreiwillige Nacktflitzer im Nobelhotel, als verhinderte Karaoke-Stars in einem schmierigen Nachtclub, als seekranke Tauchamateure am Great Barrier Riff oder als von kolossalem Pech verfolgte Möchtegern-Casanovas - die 2 Schweine in Australien machen dem Titel ihrer satirischen Reisetagebücher in jeder Hinsicht alle Ehre.

 


Die mit Illustrationen von Bernd Püribauer adäquat bebilderte Erzählung der Begebenheiten aus den unterschiedlichen Perspektiven der beiden Protagonisten (ergänzt um die penible Erläuterung einschlägiger Dialektausdrücke) ist nichts für zarte Gemüter: brachial, kompromisslos, ordinär, sexistisch, politisch völlig unkorrekt - und vor allem saukomisch. Ein unterhaltsames Buch für Männer - und für Frauen, die die wahre Natur der Männer entdecken wollen.

 


 

 

 Verlagsnummer: 17001

Anstaltsnotizen

Elegien aus der Minus-Welt

von Jo Piccol

 

Die jugendliche Rebellion gegen eine Gesellschaft, deren zwanghafte Strukturen als Fluchtmechanismen gegen die Erkenntnis existentieller Sinnlosigkeit dienen - das ist das Hauptthema der "Anstaltsnotizen" von Jo Piccol.

 

Mit der Verleugnung aller objektiven Werte mutiert der Konflikt zwischen dem Individuum und seinem persönlichen Empfinden sowie dem Nihilismus der Welt zu einem alptraumhaften Blick in menschliche Abgründe.

Mit schockierender Radikalität und bizarren (Sprach-)Bildern wird in den einzelnen Texten eine elegische Collage aus Angst und Gewalt, Macht und Ohnmacht, Sexualität und Tod entworfen - Schreiben im Angesicht des Nichts als brachialer Gegenentwurf zu den vielfältigen normativen Weltbildern, die die heutige Kultur in ihrem Bauchladen anzubieten hat.

 

Für klassische lyrische Formen, zum Selbstzweck hochstilisierte Wortkünsteleien und romantische Schönmalerei bleibt in dieser literarischen Eruption kein Platz, auch wenn sich der Autor einer höchst eigenständigen, artifiziellen Sprachtechnik bedient - seine persönliche Form, um immer wieder auf schmerzhafte Weise zu insistieren, daß sehr wohl sein kann, was für viele nicht erträglich ist.

 

Die "Anstaltsnotizen" von Jo Piccol wurden erstmals 1995 veröffentlicht und liegen hier in einer erweiterten und überarbeiteten Fassung mit Illustrationen von Armin Karner vor.

 


 

 

 Verlagsnummer: 18001

COPY-KILLA

Eine Wiener Kriminalgeschichte

von Jo Piccol

 


" Ein kaltlblütiger Serienmörder macht Wien unsicher. Der geheimnisvolle "Copy-Killa schickt höhnische Nachrichten im Stil seines berühmt-berüchtigten Vorgängers Jack the Ripper an die Polizei, in denen er den "Mord als schöne Kunst betrachtet" propagiert. Bald müssen die ermittelnden Beamten erkennen, dass der Killer nicht bloß andere Täter und deren Methoden kopiert, sondern seinem eigenen manischen Muster folgt. Ein Katz- und-Maus-Spiel beginnt, bei dem der Mörder den Polizisten immer einen Schritt voraus ist ...

 

Copy-Killa" ist eine köstliche Parodie auf klassische Kriminalgeschichten ebenso wie ein ambitioniertes Stück Thrill, das mit seinen gewitzten Zitaten und Anspielungen auf das Genre selbst sowie auf reale und mediale Vorbilder eine Meta-Story-in-der-Story konstruiert und so quasi zur "Persiflage auf die Persiflage" wird.


In einem eigens geschriebenen Vorwort zu seiner kurzen Story eröffnet der Autor Jo Piccol einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen auf die Entstehung seiner ur-wienerischen "Crime Story" und seine Inspirationsquellen. Als Bonus gibt es "blutige" Illustrationen von Julia Hofmann.